Podiumsdiskussion zur Rentenpolitik

Rente muss für ein gutes Leben reichen!

Auf der Podiumsdiskussion zur Rentenpolitik des Bezirks Hannover haben Politikerinnen und Politiker Stellung bezogen: zur Zukunft der Rente, aber auch zu Grundsatzfragen der deutschen Mitbestimmung.

IG BCE Hannover

Podiumsdiskussion Rentenpolitik der IG BCE Bezirk Hannover Politiker stellen sich zur Diskussion (v.l.n.r.): Herbert Behrens (Die Linke), Yasmin Fahimi (SPD), Moderatorin Cosima Schmitt, Sven-Christian Kindler (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Gerhard Beich, Vorsitzender des Bezirksvorstandes und BR-Vorsitzender bei Lloyd Shoes.

Der Bezirk Hannover hatte unter dem Motto „Zukunft der Arbeitsmarkt- und Rentenpolitik“ alle derzeit im Bundestag vertretenen Parteien, sowie Gerhard Beich, Vorsitzender des Bezirksvorstandes und BR-Vorsitzender bei Lloyd Shoes, zu einer Diskussionsrunde eingeladen. Trotz sommerlicher Temperaturen sind gut 70 Menschen der Einladung gefolgt und erlebten eine mitunter hitzige Debatte. Moderiert wurde die Diskussion von der Journalistin Cosima Schmitt. Kurzfristig entschuldigen ließ sich die CDU.

Dass es zwischen Arbeitsmarkt und Rente einen direkten Bezug gibt, stellte Anna Engfer, Gewerkschaftssekretärin im Bezirk Hannover, gleich in ihrer Begrüßung fest: „Wer heute ohne Tarifvertrag schlecht verdient, der ist im Alter akut von Armut bedroht.“ Es muss also zum einen darum gehen, die Arbeitsbedingungen der Menschen zu verbessern und zum anderen, Korrekturen an der Rentenpolitik vorzunehmen, um den Lebensstandard im Alter zu sichern.

Die anwesenden PolitikerInnen waren sich einig, dass das Rentenniveau nicht weiter absinken darf. Welche Höhe es aber in Zukunft haben und wie das dann finanziert werden soll, wurde insbesondere zwischen Yasmin Fahimi (SPD) und Herbert Behrens (Die Linke) intensiv diskutiert.

Die IG BCE fordert für die Zukunft flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten für den Renteneintritt. Auch hierfür  gab es auf dem Podium Zustimmung, wobei Sven-Christian Kindler (Die Grünen) klar sagte, dass seine Partei am Renteneintrittsalter von 67 nichts ändern wolle.

Den Wert der Mitbestimmung und von Gewerkschaften hoben die Gäste mehrfach hervor. Gerhard Beich forderte sie schließlich auf: „Dann tut doch auch was dafür, um Betriebsräte und Gewerkschaften zu stärken!“

Am Ende der Veranstaltung hatte auch das Publikum Gelegenheit, Fragen zu formulieren. Die Betriebsräte und Vertrauensleute brachten hier ihre Sorgen über die Zukunft zum Ausdruck und appellierten an die Anwesenden, sich für eine zukunftsfeste Rente einzusetzen.

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