Tarifeinigung bei PreussenElektra

Im zweiten Anlauf

Das neue Tarifpaket für PreussenElektra bietet Planungssicherheit und stellt Gewerkschaftsmitglieder besser. Im zweiten Anlauf konnten sich die Vertragspartner auf die sozialverträglichen Inhalte einigen. Und auch die IG BCE-Mitglieder stimmten dem Abschluss nun zu.

 Kraftwerk Grohnde, PreussenElelktra

Sozialverträglicher Abschluss bei PreussenElektra
26.10.2017
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

„Der Tarifabschluss bietet den Kolleginnen und Kollegen Planungssicherheit bis 2027 und regelt einen sozialverträglichen Abbau von 1.000 Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen. Hierfür wurde eine belastbare betriebliche Regelung gefunden, die neben Vorruhestandsregelungen auch Abfindungen vorsieht“, hält Moritz Hautmann von der IG BCE Bezirk Hannover fest. In einer langwierigen und zwischenzeitlich sehr strittigen Auseinandersetzung konnten sich die Vertragspartner somit einigen.

E.ONs Atomtochter PreussenElektra steht vor einem extremen Wandel. Da spätestens 2022 das letzte Kernkraftwerk vom Netz geht, benötigt das Unternehmen künftig deutlich weniger Personal. Von den aktuell noch 2.000 Beschäftigten wird über die Laufzeit des Tarifvertrages gut die Hälfte abgebaut. Um dies ohne betriebsbedingte Kündigungen zu bewältigen, hatten sich IG BCE, ver.di und die Betriebsräte mit dem Unternehmen im August auf eine erste Regelung geeinigt. Diese wurde aber von den Mitgliedern der Gewerkschaft in einer Befragung abgelehnt, sodass die Verhandlungspartner nachbesserten und somit ein für alle Seiten tragbares Paket geschnürt werden konnte. Knapp 80 Prozent der Belegschaften stimmten nun in einer gemeinsamen Mitgliederbefragung dem Tarifvertrag zur sozialen Sicherung zu.

„Besonders freut mich die Durchsetzung einer Mitgliedervorteilsregelung, in der treue Gewerkschaftsmitglieder pro Jahr eine Bruttozahlung von 550 Euro erhalten. Dadurch haben wir festgehalten, wer für das Zustandekommen dieser Regelung die Basis gelegt ha“, so Moritz Hautmann.

Nach oben