Roadshow zur Tarifrunde Chemie 2019

Forderungs-Cocktail unter der Lupe

Am 16. Oktober wird Ralf Sikorski in Hannover allen Vertrauensleuten im Bezirk Rede und Antwort stehen. Der Verhandlungsführer in der Tarifrunde Chemie 2019 und stellvertretende Vorsitzende der IG BCE läutet mit der Roadshow die heiße Phase der Verhandlungen ein. Hierzu sind alle Interessierten im Bezirk Hannover ausdrücklich eingeladen. 

IG BCE

Ralf Sikorski Forderungsempfehlung

Ralf Sikorski, der Verhandlungsführer in der Tarifrunde Chemie 2019 und stellvertretende Vorsitzende der IG BCE, läutet mit der Roadshow am 16. Oktober die heiße Phase der Verhandlungsrunde ein. Hierzu sind alle Vertrauensleute im Bezirk Hannover herzlich eingeladen. Bitte schickt eure Anmeldung bis spätestens 6. Oktober 2019 an: bezirk.hannover@igbce.de oder telefonisch unter 0511/7631550. 

 „Wir gehen in dieser Tarifrunde die großen Herausforderungen moderner Industriegesellschaften an: Arbeitsbelastung, Digitalisierung, Demografie“, so Ralf Sikorski. „Aus Umfragen wissen wir, dass diese Themen den Beschäftigten aktuell am meisten auf den Nägeln brennen. Es wird Zeit, dass die Arbeitgeber ihnen hier entgegenkommen.“ Während der Vorstellung der Forderungsempfehlung des IG BCE-Hauptvorstands zur Tarifrunde Chemie 2019 betonte er im Juni: „Auslastung, Beschäftigungs- und Auftragslage liegen weiterhin auf hohem Niveau. Wir werden dafür Sorge tragen, dass die Beschäftigten das auch im Portemonnaie merken.“

Am 19. September beschließt die Bundestarifkommission die endgültigen Forderungen und am 30. September starten die Gespräche zwischen IG BCE und Arbeitgebern in den regionalen Tarifbezirken. Die zentralen Verhandlungen auf Bundesebene starten am 21. Oktober. Weitere Informationen zum Ablauf der Tarifrunde Chemie 2019, findet Ihr hier.

IG BCE

Chemie-Cocktails zur Tarifrunde 2019
Die Forderungsempfehlungen, die aktuell noch in den Regionen diskutiert werden lauten:

  • Die Schaffung eines tariflich abgesicherten, persönlichen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1000 Euro, über das jeder Beschäftigte individuell verfügen kann: ob zur Umwandlung in zusätzliche freie Tage oder zum Ansparen auf einem Langzeitkonto – etwa, um in bestimmten Lebensphasen eine längere Auszeit nehmen zu können. Denkbar ist auch die Nutzung des Betrags zur Altersvorsorge oder die direkte Auszahlung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten. Wir wollen die Option „Geld in Zeit“ mit einer maximalen Entscheidungsfreiheit für den Einzelnen verbinden. 
  • Eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen. Die Beschäftigten verdienen ein spürbares Plus. Denn Auslastung, Beschäftigungs- und Auftragslage liegen trotz konjunktureller Eintrübung weiterhin auf hohem Niveau.
     
  • Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung, die bei Eintritt des Pflegefalls die Finanzierungslücke zur gesetzlichen Vorsorge schließt. In einer älter werdenden Gesellschaft steigt von Jahr zu Jahr das Pflegerisiko – und die Ungewissheit, ob man sich die Unterstützung im Fall der Fälle überhaupt leisten kann. Diese tarifpolitische Innovation soll unser Sicherheitsversprechen an die Beschäftigten sein. Für die Branche bietet sie gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal, ein Plus an Attraktivität im Werben um Fachkräfte.
     
  • Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels. Dabei sollen Betriebsräten und Vertrauensleuten besondere Kompetenzen zukommen, damit passgenaue, praxisgerechte Weiterbildungskonzepte entwickelt werden können. Denn sie kennen die Arbeitssituation der Kollegen, ihre Anforderungen und Wünsche am besten.
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