Protest bei Honeywell in Seelze

Gegen den Stellenabbau

Die Beschäftigten bei Honeywell in Seelze zeigen Flagge vor den Werkstoren. Dem geplanten Stellenabbau stellen sie sich entschieden entgegen.

IG BCE Bezirk Hannover

Protestaktion bei Honeywell in Seelze Die Beschäftigten bei Honeywell in Seelze zeigen Flagge vor den Werkstoren. Dem geplanten Stellenabbau stellen sie sich entschieden entgegen, wie hier im Frühjahr während einer ersten großen Protestaktion.

Der ersten Ankündigung Mitte April, „Positionen im Werk umzuschichten“, folgten Ende des Monats konkretere Zahlen. Etwa zehn Prozent oder 70 Positionen stehen im Seelzer Werk zur Diskussion, wie der Kommunikationsdirektor von Honeywell Performance Materials & Technologies, Martin Orsag, einräumte.

Bereits zuvor hatte die IG BCE eine Protestaktion organisiert. Die stellte klar, dass sich die Belegschaft einen erneuten Stellenabbau nicht gefallen lasse. Zwar sei das Unternehmen noch am Anfang der Diskussionen und vor den ersten Gesprächen mit dem Betriebsrat, die Zahl von über 100 bedrohten Arbeitsplätzen kursierte aber schon länger bei den etwa 600 Beschäftigten. „Wir beobachten die Lage sehr genau. Die Vorgehensweise von Honeywell ist nicht zum ersten Mal sehr intransparent“, betont Gewerkschaftssekretär Moritz Hautmann von der IG BCE Bezirk Hannover. Von Umstrukturierungen bei Honeywell sei nach Medienberichten nicht nur Seelze betroffen. Ein Werk der Honeywell-Tochter Elster in Hameln mit circa 70 Mitarbeitern solle gar geschlossen werden. Die Stuttgarter Zeitung berichtete unter anderem von der geplanten Entlassung von 50 Mitarbeitern in Schönaich.

Der internationale Konzern begründete seine Ankündigungen mit unbefriedigenden Betriebsergebnissen: „Nach einer eingehenden und sorgfältigen Prüfung der Geschäftsaktivitäten im Chemikalienbereich schlägt Honeywell eine Umschichtung bestimmter Positionen vor, um seine Ressourcen besser auf die Bedürfnisse von Kunden und Partnern ausrichten zu können“, so Martin Orsag. „Das heißt nichts anderes, als auf Kosten der Beschäftigten Einsparungen zu forcieren“, betont Moritz Hautmann.


Nach oben