Mit Anstand Abstand halten

Kundgebungen zum 1. Mai abgesagt

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise wird der Deutsche Gewerkschaftsbund in diesem Jahr nicht zu öffentlichen Kundgebungen am 1. Mai aufrufen – zum ersten Mal in der 130-jährigen Geschichte des Internationalen Tages der Arbeit.

IG BCE Bezirk Hannover / DGB

Maifeiern 2020 gesagt

„Wir können es heute schon beobachten: Überall erblühen neue Formen der Solidarität", erklärte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann angesichts der Corona-Krise. Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus zwinge die Gewerkschaften aber auch zu einer historisch einmaligen Entscheidung: „Schweren Herzens müssen wir die Kundgebungen zum 1. Mai dieses Jahres leider absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten!“ Das verkündete der DGB am 20. März 2020.

„Zum ersten Mal in der 130jährigen Geschichte des Internationalen Tages der Arbeit werden die Gewerkschaften den 1. Mai nicht auf Straßen und Plätzen feiern und bundesweit zu Kundgebungen aufrufen. Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus uns allen abverlangt, zwingt uns auch zu einer historisch einmaligen Entscheidung. Auch dieses Jahr steht der Tag der Arbeit für die Solidarität und das Füreinander-Einstehen der Beschäftigten“, so Reiner Hoffmann. Dies bedeute aber aktuell zu allererst: „Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten.“

In seinen Ausführungen zur Absage betonte der DGB Vorsitzende die Tugenden der Gewerkschaftsarbeit: Nur mit Solidarität, mutigem und entschiedenem Handeln und Besonnenheit stehen wir die Krise gemeinsam durch. Es bedürfe jetzt Dankbarkeit und Unterstützung – und zwar allen, die uns vor dem Virus schützen, unsere Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten. „Ob Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die Kassiererinnen und Kassierer im Supermarkt, die Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, die Beschäftigten bei Ver- und Entsorgungsdiensten, LKW- und Bus-Fahrerinnen und -Fahrer oder das Zugpersonal – sie alle verdienen unseren Respekt und unsere Solidarität. Wir alle müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass ihre Arbeit angemessen gewürdigt wird und sie anständige Arbeitsbedingungen haben.“

Hier geht es zur vollständigen Erklärung des DGB.

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