K+S Kaliwerk Sigmundshall schließt Ende 2018

Schnelleres Ende

Ende Dezember 2018 wird der Produktionsbetrieb im Kali-Bergwerk Sigmundshall eingestellt. Das ist schneller befürchtet – und gefährdet mehr als 730 Beschäftigte. Nun werden gute Lösungen und neue Perspektiven für die ganze Region gesucht.

 K+S KALI GmbH


K+S-Sigmundshall
18.12.2017
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Der Kaliabbau im K+S-Werk Sigmundshall soll schon Ende nächsten Jahres eingestellt werden. Die Vorräte seien kaum noch wirtschaftlich zu gewinnen, so der Konzern in seiner Begründung, die er Ende November der Belegschaft mitteilte. Andreas Wieder, der als Sekretär im IG BCE-Bezirk Hannover das Werk betreut, bedauert diese unternehmerische Entscheidung: „Wir haben mit den Verhandlungen für einen Sozialplan begonnen, wollen aber auch Zusagen für künftige Beschäftigung am Standort.“

Schon seit Längerem befassen sich die Betriebsräte und die IG BCE damit, mögliche Nachnutzungsoptionen zu entwickeln. Dazu gehört u.a. die Idee, die Anlage zum Recycling von Aluminium-Salz-Schlacken auch in Zukunft weiter zu betreiben. „Für die Fortsetzungsoptionen müssen aber schnell Entscheidungen fallen“, betont Andreas Wieder. Auch deshalb setzen er und die Betriebsräte nun auf eine gemeinsame Verständigung mit dem Unternehmen und der Landesregierung. Bisher gibt es vom Konzern Zusagen, so vielen Beschäftigten wie möglich andere Arbeitsplätze bei K+S Kali anzubieten. Das alleine reicht jedoch nicht aus, um den Betroffenen eine Perspektive zu geben. Denn an diesen lag es nicht, dass das Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich genug betrieben werden konnte. Sie haben in den vergangenen Jahren enorm viel geleistet, um den Betrieb zu erhalten.

Der komplizierte Abbau der Rohsalzvorräte in aktuell 1.400 Metern Tiefe ist an seine Grenzen gestoßen. Die Produktivität im letzten produzierenden Kalibergwerk in Niedersachsen hatte stetig abgenommen. Eine unumkehrbare Entwicklung, wie auch Andreas Wieder weiß: „Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung für die gesamte Region rund um Wunstorf, müssen sich dennoch alle Beteiligten ihrer Verantwortung bewusst werden – und sich dieser nun auch stellen, um gute Lösungen zu finden.“ Es geht auch um weitere Jobs, die rund um das Kalibergwerk und in weiteren Unternehmen gefährdet sind. 

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