Bewegte Pause als Protest

Wir wehren uns!

Durch die Fusionspläne von Wintershall und DEA sind 800 Arbeitsplätze in Deutschland in Gefahr. Der erste Protest hat sich formiert und macht klar: Wir wehren uns! Auch in Niedersachsen gingen die Beschäftigten auf die Straße.

IG BCE Bezirk Hannover

Protest bei Wintershall in Barnstorf 200 Beschäftigte protestierten am 26. Februar in Barnstorf gegen die Konsequenzen der Fusionspläne von Wintershall und DEA.

Am 22. Februar 2019 wurden den Belegschaften der Unternehmen Winterhall und DEA die offiziellen Pläne der Unternehmen Wintershall und DEA zur Fusion vorgestellt. Daraufhin übten die Beschäftigten beider Unternehmen in Barnstorf, Langwedel und Wietze „bewegte Pausen“. 

Am 26. Februar zeigten die Beschäftigten beider Unternehmen ihren Unmut über die Konsequenzen der geplanten Fusion. „Das eine Fusion Arbeitsplätze kostet, vor allem in der Verwaltung, war jedem bekannt. Aber dieses Ausmaß überraschte und erschreckte heftig“, kommentiert Andreas Wieder vom Bezirk Hannover. Beide Fusionspartner planen die Streichung von mehr als 800 der bundesweit 2.000 Arbeitsplätze. „Wir haben ein deutliches Zeichen als Protest gesetzt, um den Unternehmensleitungen zu zeigen, dass diese Pläne so jedenfalls nicht durchkommen! Die Betriebsräte und die IG BCE werden sich mit allen Mitteln einsetzen, um die Unternehmen zu Vernunft zu bringen“, so der Gewerkschaftssekretär.

In Barnstorf (Wintershall, Foto oben) trafen sich knapp 200 Beschäftigte und Ehemalige, in Langwedel waren es ca. 50 und in Wietze etwa 100 Beschäftigte der DEA. Die Betriebsratsvorsitzenden sprachen über die jeweiligen Auswirkungen. Es geht um Einschnitte in Langwedel. In Barnstorf werden große Auswirkungen erwartet und in Wietze steht sogar die vollständige Stilllegung des Betriebs auf dem Plan. Die Beschäftigten machen sich Gedanken über die weitere Zukunft. Die Unternehmen haben bisher keine Antworten auf die Fragen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

IG BCE Bezirk Hannover

Proteste gegen Fusionspläne von DEA und Wintershall in Langwedel In Langwedel zeigten ca. 50 DEA-Beschäftigte ihren Unmut über die Fusionspläne von DEA und Wintershall. Am Standort wird mit harten Einschnitten gerechnet. 
Auch die Gewerkschaftssekretäre Angelika Gütte und Moritz Hautmann waren im Einsatz und bewerteten die Lage: „Der Personalabbau ist überzogen und in derart kurzer Zeit nicht sozialverträglich zu erreichen. Wir brauchen daher eine gemeinsame Strategie zur Verbesserung der Planung – und auch dafür eine starke IG BCE in den Betrieben!“

IG BCE Bezirk Hannover

Proteste gegen Fusionspläne von DEA und Wintershall in Wietze Ihr Standort soll sogar komplett geschlossen werden: 100 Beschäftigte von DEA in Wietze wehren sich gegen die Fusionspläne von DEA und Wintershall.
Die Arbeitnehmervertreter hoffen auf zügige Verhandlungen mit der Unternehmensleitung über die Stellenpläne. „Ohne unsere qualifizierte und erfahrene Belegschaft ist das anspruchsvolle Wachstumskonzept nicht umzusetzen“, sagte der DEA-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Günther Prien in Hamburg gegenüber der Zeitung „Die Welt“. Hier nahmen rund 450 Mitarbeiter an der Demonstration teil. In den Verwaltungsstandorten Hamburg und Kassel werden die größten Einschnitte durch die Fusion erwartet. Insgesamt sollen weltweit 1.000 von insgesamt 4.200 Jobs wegfallen.

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