Tarifrunde Chemie

Den „MehrWert“ erzielt!

Für die Chemie-Beschäftigten steigen die Entgelte und Ausbildungsvergütungen um insgesamt 5,3 Prozent. Auch für die Nachwuchssicherung hat die Tarifrunde Chemie 2016 Erfolge erzielt.

Betriebsrat Continental, Stöcken

Tarifkundgebung

„Die Tarifaktionen der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, haben unseren Forderungen das nötige Gewicht verliehen. Wir bedanken uns bei allen, die ihren ‚starken Arm‘ gezeigt haben!“ Markus Römer, Bezirksleiter der IG BCE Hannover, bewertet die Tarifeinigung für die Chemie-Beschäftigten als Resultat der Stärke in den Betrieben. Unter anderem bei FORBO Siegling und Conti in Hannover hatten zahlreiche Beschäftigte den Forderungen der IG BCE Nachdruck verliehen. In der 2. Bundesrunde der Tarifverhandlungen 2016 vom 21. bis 23. Juni in Lahnstein hatten sich IG BCE und Arbeitgeberverband nach harten Verhandlungen einigen können. Der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“ wird ausgebaut und die Entgelte und Ausbildungsvergütungen steigen um insgesamt 5,3 Prozent: 3 Prozent ab dem 1. September 2016 und  2,3 Prozent ab dem 1. Oktober 2017.

„Mit diesem Abschluss sorgen wir wieder für eine gute und stabile Einkommensentwicklung. Die Beschäftigten haben teil am Erfolg der chemischen Industrie. Unsere hohe Tarifbindung in der Branche gewährleistet, dass die Entgelterhöhungen auch bei allen ankommen“, fasst der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis das Ergebnis zusammen.

Ebenso von Bedeutung ist der Fortschritt für die Nachwuchssicherung in der Branche: Die Qualität der betrieblichen Ausbildung muss gerade im Hinblick auf rückläufige Schulabgängerzahlen und dem Trend zum Studium gefördert werden. IG BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann unterstrich: „In der Ausbildung werden die Standards quantitativ gehalten und qualitativ weiter ausgebaut. Mit dem ‚Pre-Start‘-Programm erschließen wir Neuland.“ Das neue Projekt soll Jugendliche mit erheblichen sprachlichen oder schulischen Defiziten in die Arbeitswelt integrieren.

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