Kundgebungen am 1. Mai in Hannover und Bomlitz

Zeit für mehr Solidarität

Die Gewerkschaften der Region haben zum 1. Mai Flagge gegen Fremdenhass und für Chancengleichheit sowie soziale Gerechtigkeit gezeigt – nicht nur in Hannover, sondern auch in Bomlitz. Dort fand zum zehnten Mal die Mai-Kundgebung der IG BCE-Ortsgruppe Hohe Heide statt.

Bezirk Hannover

1. Mai Hannover

Nicht nur das unerwartet gute Wetter lockte am 1. Mai alt und jung auf die Straße. In Hannover demonstrierten etwa 10.000 Menschen unter dem diesjährigen Motto des Deutschen Gewerkschaftsbundes „Zeit für mehr Solidarität“, für gute Lebens- und Arbeitsbedingungen. Edeltraud Glänzer, stellvertretende IG BCE-Vorsitzende, forderte bei der großen Kundgebung auf dem Trammplatz in Hannover die Politik auf, endlich von der Investitionsbremse zu gehen. Gebraucht würden „ausreichend und qualifizierte Kita-Plätze, gut ausgestattete Schulen, ein leistungsfähiges Verkehrswesen und nicht zuletzt mehr Geld für den Schutz durch die Polizei.“ Glänzer machte unter anderem deutlich: Der Mindestlohn ohne Ausnahme gehört zu einem fairen Arbeitsmarkt. Und dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden.

Auch in Bomlitz stand alles im Zeichen der Solidarität – die IG BCE-Ortsgruppe Hohe Heide lud nun schon zum zehnten Mal zur Maikundgebung und zum gemeinsamen Feiern ein. Bezirksleiter Markus Römer erklärte in seiner Ansprache: „Es ist Zeit für mehr Solidarität, weil das Gegeneinander immer nur wenigen nutzt und viele auf der Strecke bleiben.“ Konkret bedeute dies: Zeit für ordentliche Renten, für mehr Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, für mehr soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit sowie für Solidarität und Toleranz statt Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhetze.

Römer zeigte am Beispiel Mindestlohn auf, dass die Gewerkschaften gegen alle politischen Widerstände schon viel erreicht haben. Selbst die Gegner müssten heute zugeben: Es gibt nicht weniger Arbeit. Es gibt nur weniger Ungerechtigkeit.

Nach oben